Agrarsoziale Gesellschaft e.V.

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Ländlicher Raum 01/2021 mit Schwerpunkt „Flächenverbrauch“

2030 sollen in Deutschland weniger als 30 Hektar Fläche pro Tag (aktuell ca. 56 ha/Tag) neu in Anspruch genommen werden – so lautet das flächen­bezogene Nach­haltig­keits­ziel der Bundes­regierung. Die bisher gemachten Vorgaben (wie z. B. Innen­entwick­lung vor Außen­entwick­lung) oder ein­gesetz­ten Instru­mente (beispiels­weise Öko­konten) lassen jedoch viele Spiel­räume bzw. werden durch andere konträre Maß­nahmen wie das Baukindergeld, die Pendlerpauschale oder § 13b des Bau­gesetz­buches in ihrer Wirksam­keit gemindert. Leid­tragende ist neben der Natur zumeist die Land­wirt­schaft, betreffen neue Flächen­auswei­sungen doch größten­teils land­wirt­schaft­lich genutzte Böden.

Die Beiträge in diesem Heft diskutieren die Auswir­kungen eben jenes § 13b auf die Bautätig­keit im Außen- und Innen­bereich, Erleich­terungen für die Umnutzung zu Wohn­zwecken im Außen­bereich sowie die Wirksam­keit von Öko­konten für den Boden­schutz; sie werfen einen Blick auf den Flächen­verbrauch im Vergleich zur Gemeindegröße und auf das Miss­verhältnis zwischen den CO2-Reduktions­zielen im Gebäude­sektor und dem seit den 1960er Jahren stetig gestiegenen Pro-Kopf-Bedarf an Wohnfläche.

Begleitend stellen wir ein Beispiel vor, das zeigt, wie Innen­entwick­lungs­poten­ziale optimal genutzt werden können, wenn auf kommu­naler Ebene der politische Wille vorhanden ist, sowie ein Projekt, das Strategien zur besseren Aus­nutzung bestehenden Wohnraums erprobt, um auf diesem Wege den Neubau­bedarf zu verringern.



Im Interview:

Prof. Dr. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamts (UBA), über die notwendige Reduzierung des Flächen­verbrauchs, umwelt­freundliche Wohnformen in Stadt und Land sowie Anforde­rungen an eine boden­schonende Landwirtschaft

Prof. Dr. Achim Spiller, Vorsitzender des Wissen­schaftlichen Beirats für Agrar­politik, Ernährung und gesund­heit­lichen Verbraucher­schutz (WBAE) beim Bundes­land­wirt­schafts­ministerium, über die Rolle der Wissen­schaft in der Agrar­debatte, die Trans­formation der Land­wirtschaft und deren Finan­zierung sowie die Notwendigkeit, Agrar- und Ernährungs­politik stärker zu verknüpfen
Aktuelle Ausgabe »Ländlicher Raum«




Weitere Themen im Heft:
  • 50 Jahre Bayerischer Weg der Agrarpolitik. Fordern und fördern – das Vermächtnis von Hans Eisenmann (von Theo Abenstein)
  • Stimmen aus fernab – Lebensverhältnisse in peripher-ländlichen Regionen Japans (von Thomas Ladurner)
  • Erfolgreiche metropolenferne Regionen (von Dr. Stefan Krämer)
  • Resiliente Dörfer in Europa (von Alistair Adam Hernández)

Ausgabe 01 Januar/Februar/März 2021 (pdf)
[Schwerpunkt „Flächenverbrauch“]

- Interview mit Prof. Dr. Dirk Messner: Richtig weit sind wir noch nicht gekommen

- Interview mit Prof. Dr. Achim Spiller: Der politische Handlungsdruck ist enorm gestiegen

- Literatur zum Artikel „Stimmen aus fernab – Lebensverhältnisse in peripher-ländlichen Regionen Japans“

- Literatur zum Artikel „Erfolgreiche metropolenferne Regionen“

- Literatur zum Artikel „Resiliente Dörfer in Europa“

- Literatur zum Artikel „Bayern vorn – der Freistaat ist beim Flächenverbrauch führend“

- Literatur zum Artikel „Kommunale Allianz Oberes Werntal. Studie belegt: Innenentwicklung lohnt sich“

- Literatur zum Artikel „Ein Werkstattbericht aus der Universitätsstadt Tübingen:
   Das Projekt OptiWohn – Flächennutzung optimieren, Neubaudruck mindern“



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